Heute besuchen wir Chinatown, den Stadtteil, indem die restaurierten zweistöckigen Häuser aus der Kolonialzeit noch stehen.
Da wir die Taxipreise bereits kennen, machen wir uns nicht den Umstand, um zum MRT, der hiesigen U-Bahn, zu laufen, sondern wollen gleich das Taxi nehmen. Wir kommen gar nicht bis zum Taxistand am Ende der Parkplatzüberdachung des Terminals werden wir bereits beim Heraustreten von einem Taxifahrer abgefangen. „Na warum nicht?“, denke ich noch , Wie praktisch.“ und steige mit Stefan ein. Besonders lustig ist, dass ich beim Einsteigen nicht einmal merke, dass vor mir ein Lenkrad angebaut ist und ich das erst sehe, als der Taxifahrer an die Tür kommt uns nach meiner Lizenz fragt. „Ach ja, in Singapur ist Linksverkehr. Also sitzt der Beifahrer auf der anderen Seite.“ So ist das, wenn man denkt, dass man sich ja schon auskennt. So geht es fröhlich lachend und dem üblichen Smaltalk in die Stadt. wir schauen aus dem Fenster und weit ist es ja nicht. In Chinatown, am uns bereits bekannten Zahntempel, will der Taxifahrer 55 Singapore-Dollar haben. Was? „Nein das ist zu viel. Beim letzten Mal haben wir für eine ähnliche Strecke nur sieben bezahlt.“ Nun erklärt uns der Fahrer, das dies hier eine besondere Limousine ist und er den Preis vorher genannt hat. Daran kann ich mich nicht erinnern. „Habe ich es nur nicht gehört oder hat er es gar nicht gesagt?“ Ich weiß es nicht, bin ratlos und will ihm meine Kreditkarte nicht geben. „10 Dollar wären ja noch ok, aber doch nicht mehr als das Fünffache!“ Stefan schlägt sich auf die Seite des Taxifahrers, womit ich nun allein mit meiner Meinung dastehe. „Wenn er es vorher gesagt hat, haben wir es mit dem Einsteigen akzeptiert.“ Widerwillig, mit einem flauen Gefühl in der Magengegend reiche ich meine Kreditkarte nach vorn und kann die ersten Minuten unseres Ausfluges so gar nicht genießen. Später denke ich: „Hättest du ihm mal nur 10 Dollar in die Hand gedrückt und wärst gegangen.“ Aber das ist mir natürlich wieder erst viel zu spät eingefallen.
Ich versuche mich zu beruhigen, nicht sauer auf meinen Göttergatten zu sein und lenke mich mit den Verkaufsständen in Chinatown ab. Das klappt wunderbar. Ich sehe so viele bunte und interessante Sachen, finde ein paar Souvenirs und eine schöne Postkarte mit Briefmarke für meine Mutti. Nun bin ich zwar noch mehr Geld los, aber der Kloß in meinem Magen ist weg. Der Besuch dieses Stadtteils lohnt sich sehr. Die Regierung investierte immerhin 50 Millionen Euro, um die traditionsreichen Häuser zu restaurieren und damit vor dem Abriss zu bewahren. Meiner Meinung nach hat sich das gelohnt. Die wenigen verbliebenen Gassen sind ein schöner Kontrast zu den modernen und sehr hochwertigen Wolkenkratzern und Schoppingmalls rings herum. Wir tippeln herum, bringen uns in den Läden vor dem Platzregen in Sicherheit, der glücklicherweise immer wieder Pausen einlegt und bewundern die Streetmalerei, die mindestens genau so schön ist, wie die in George Town auf der Insel Penang.




In China wollte auch mal einer 60 statt 6 RNB haben xD ich hab ihm einfach 8 in die Hand gedrückt und bin schnell weggelaufen 😅😂 da bin ich definitiv auf Mamas Seite
AntwortenLöschenAber ist schon gruselig.