„Ich möchte unbedingt einmal auf den Malediven schnorcheln.“
Nun sind wir da, ein U-Boot bringt uns bis auf 40 Meter unter den Meeresspiegel und wir können sicher sowie trocken die verlockende Unterwasserwelt sehen. Am Anfang kann ich kaum glauben, dass ich hier richtig bin, denn das Riff ist komplett grau. Die Steinbrocken auf dem Meeresboden sind die Reste des toten Riffs. Keine Farben von Seesternen, Seeigeln, Anemonen, Korallen. Einzig die Fische leuchten mit ihren bunten Outfits in diese traurige Welt. Wir sehen eher große Fische. Die Vielfalt, die wir aus dem roten Meer kennen, gibt es hier nicht. Aber die Leopardmuräne, die sich unter einer toten Koralle versteckt und eine etwa zwei Meter lange weiße Muräne, die sich durch das Anfüttern aus ihrer Höhle locken lässt und sich wie eine Riesenschlage direkt vor unseren Augen galant durch das Wasser schlängelt, sind schon beeindruckend. Eine kleine rote Hirschgeweihkoralle, ganz allein in dieser grauen Wüste, macht etwas Mut und brennt sich als Bild in mein Hirn.
„Es war gut, das zu sehen. Schließlich hat man von den toten Riffen gehört. Nun weiß ich genau was sie meinen.“
Einen Tag später nehmen wir an einem Schnorchelausflug teil und sehen weitere bunte Rifffische inmitten einer grauen Wüste, wie die großen buntschillernden Papageienfische mit ihren dicken Lippen, große Schwärme gestreifter Skalare und Zebrafischen. Die Einhornfische präsentiern sich in den unterschiedlichsten Farben und auch die eckigen Picassofische mit ihrem bizarren Muster auf dem weißen Hintergrund. Ich kann mich gar nicht satt sehen. Kaum dreht man sich um, steckt man in einem neuen Scharm.
An einem zweiten Stopp schnorcheln wir mit mehreren Stachelrochen, die regelmäßig von Land aus gefüttert werden und sich deshalb hier ständig aufhalten. Diesen Spot nennt man Mantastation. Obwohl wir keinen Manta zu Gesicht bekommen, sind die bis zu 2 Meter großen schwebenden Rochen wirklich sehenswert.
Wenn man auf die Malediven fährt, muss man sich also auf eine graue Unterwasserwelt einstellen, in der es kein intaktes Riff mehr gibt. Trotz dessen sollte man unbedingt diese Welt sehen und abtauchen. Einerseits, um sich beim Kauf von Sonnencreme bewusster entscheiden zu können und andererseits besonders am Wasser auf seinen Müll genau zu achten, um zu verhindern, dass ein Windhauch das eine oder andere aus Versehen einfach weg weht. Die Begegnungen mit den Fischen sind diesen Ausflug auf jeden Fall wert.



Traurige Wahrheit... schön, dass ihr auch das berichtet!
AntwortenLöschenAuf was muss ich denn beim Kauf von Sonnencreme achten?
sogenannte Oxybenzone und Octinoxate, wie zum Beispiel Octocrylen, sollen das Korallensterben begünstigen und auch die Korallenbleiche auslösen,
AntwortenLöschenauch Nanoteilchen sollen für die Gewässer gefährlich sein, da fehlen wohl noch ausreichend Untersuchungen,
Sonnencreme mit mechanischen statt mit chemischen Filtern verwenden