Mittwoch, 5. Dezember 2018

Sindbad und 1001 Nacht

Für uns sind es 2 Tage, einer in Khasab und der andere in Muscat.
Khasab liegt in Musandam, einer Exklave des Omans inmitten der Arabischen Emirate.

Der kleine Ort wirkt auf den ersten Blick unscheinbar und man denkt, der nächste Sandsturm wird das kleine Dorf bedecken. Aber wenn man so durch die Gassen streift, entdeckt man viele größere Anwesen, die hinter 2m hohen Mauern hervorlugen. Die gusseisernen Tore sind bemerkenswert aufwendig geschmiedet und mit leuchtenden Farben, oft auch mit goldenen Details bemalt. Viele florale Muster zieren die kunstvollen Meisterstücke und jedes sieht anders aus. Die Hauseingänge und Fenster sind mit genauso farbenprächtigen Fliesen umrandet. Und die wichtigsten Fenster zieren rechts und links kleine komplett verzierte Säulen. Diese Anwesen stehen im absoluten Kontrast zu den staubigen nur teilweise asphaltierten Straßen. Einwohner sehen wir nur selten. Wer läuft schon freiwillig in dieser Hitze herum? Aber wir begegnen in den schattigen Hauseingängen, den schmalen Gässchen, durch die kein Auto mehr passt, immer wieder Ziegen und Katzen, die im Schatten dösen und uns sehr interessiert beobachten.
Muscat dagegen, ist eine brodelnde Stadt mit einem riesigen Markt, Souk genannt. Dieser ist ein Stadtteil für sich und wenn man durch eine der vielen Zugänge erst mal zwischen den Ständen und Leuten steckt, kommt man nicht so leicht wieder heraus. Für das Auge wird es schnell zu viel. Hier scheint es alles zu geben. Es leuchtet in allen Farben, glitzert, blinkt und die Auslagen sind übervoll. Es gibt Haupt- und Nebenwege sowie ein Zentrum, auf das alle Hautwege führen. Wir finden sogar einen Rettungsplan an der Wand und bekommen so einen Eindruck von der Größe des Marktes. Mein Respektvollkleid muss mal langsam in die Wäsche und so erstehe ich mit Hilfe von Stefans kritischem Auge ein sehr schöne Respektvollhose für wenige Dollar.
Nach einem längeren Spaziergang unter Palmen kommen wir in die Innenstadt zum Königspalast inklusive vieler großer weißer Regierungsbauten. Die sind so groß, dass der Palast für uns auf Bildern wie ein kleines Teehäuschen wirkt. Erst als wir davor stehen, begreifen wir die Dimensionen und finden auch, dass man dieses interessante, mit bunten Säulen gesäumte, Gebäude durchaus Palast nennen kann.














1 Kommentar:

  1. Sehr interessant. Dieser Größe Markt erinnert mich an einen Markt in China. Der war in einem riesigen Haus mit mehreren Etagen. Das fühlte sich schon so unübersichtlich und verworren an. Das muss ja bei euch noch döller gewesen sein. :)

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