Donnerstag, 23. August 2018

Niederländische Nordseeküste bis Ijmuiden (Amsterdam)

Am 20. August kommt der Wind dann von schräg vorn, nicht ideal aber besser als ganz von vorn. Also starten wir, stampfen durch mehr als 1m hohe Wellen.
Aber wir segeln ohne zu kreuzen und kommen gut voran. Mir geht es gut und ich übernehme die erste Schicht, bis ich den Fehler mache und noch eine wichtige E-Mail an die Schule verschicke. Danach füttere ich zum ersten Mal die Fische und es geht mir den ganzen Tag hundeelend. Stefan hält die Stellung und der Autopilot merkt nun auch, dass er dringend gebraucht wird und arbeitet zuverlässig. Nachmittags verabschiedet sich der Wind immer mehr und es geht mit dem Motor weiter. Wir nutzen die Flaute und motoren durch die Nacht. Morgens übernehme ich wieder, mir ist zwar immer noch mächtig flau, immerhin habe ich mein Frühstück von gestern verschenkt und probiere es nun mit einer Banane und ein paar Schlucken Tee. Die Wellen werden weniger und so ganz langsam komme ich wieder auf die Beine. Gegen 15:30 Uhr laufen wir in die Marina ein. Es ist zwar sehr diesig aber warm.
Die niederländische Nordseeküste ist wunderschön. Man schaut die gesamte Zeit auf gelbe Sandstrände. Die Inseln sind kaum bewohnt und auch auf dem Festland sieht man vom Wasser aus nur wenige Badeorte mit hohen Hotels. Das Leben spielt sich wohl hinter den Dünen ab.
In der Hoffnung bald weiter zu kommen, nutzen wir den Mittwoch, um Amsterdam zu sehen. Mit dem Bus fährt man 40 Minuten und wir erleben die ganz besondere Atmosphäre bei Sonnenschein und warmen Wetter. In das Anne Frank Haus kommen wir leider nicht rein. Dafür gewinnen wir mit einer Grachtenfahrt einen Überblick, spazieren entspannt durch die Straßen, schauen uns Rembrandts Wohnhaus an und kosten lokale Spezialitäten. Meine 100 Bilder sind zu viel für diesen Post, aber ein paar habe ich für euch ausgewählt.
Im Hafen zurück, führen wir tiefgreifende Gespräche mit Segelprinzessin Charly, 4 Jahre. Alles begann mit der Frage: „Warum hast du so ein wunderschönes Kleid an?“
Heute stürmt es von vorn, also bleiben wir. Mal sehen, ob wir morgen weiter kommen.











6 Kommentare:

  1. Oh, da kann ich mitfühlen... Ich kann mich daran erinnern, dass wir 1988 am Horn von Afrika ordentlich Wind (Stärke 9) direkt von vorn hatten. Es ging einiges zu Bruch, der Koch hatte keine Lust mehr etwas zu kochen und ich war vier Tage außer Gefecht gesetzt. Da gab es dann solche schlauen Sprüche wie: "Da hilft Apfelkuchen! Iß Apfelkuchen! Der schmeckt rein genauso gut wie raus..." ;-)
    Liebe Grüße und ein entspanntes Segeln wünschen die Klookis

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  2. Hallo Stefan, ich bin in Rostock und übe Kommentare. Liebe Grüße von Lilli

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    1. Hallo Lilli,
      das machst Du gut. Wir freuen uns über Eure Kommentare und lustige Begebenheiten aus der Vergangenheit - Danke an Thorsten.
      Liebe Grüße von Ricarda und Stefan

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  3. Weiterhin gute Fahrt und besseren Wind.

    Der Autopilot merkt, dass ich nicht mehr da bin um ihn wieder anzuschalten ;)

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  4. hallo ihr seefahrer, sind jetzt wieder zu hause, aber mit einer fetten erkältung, nix mehr für rentner sind abende im freien, denken und auch durchleben mit euch die einzelnen dinge gruß aus brinckmanshöhe

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    1. Gute Besserung wünschen Euch die beiden Seefahrer.

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