Nach der Überquerung dieser sagenumwobenen Bucht tingeln wir nun an
der nordspanischen Küste entlang. Jeden Tag geht es ein Stück weiter, um
in La Coruna anzukommen und es ist immer eine Kunst, eine einigermaßen
geschützte Bucht zu finden, um einerseits nicht ganz so durchgerüttelt
zu werden, andererseits bei Niedrigwasser nicht auf dem Grund auf zu
setzen. Immerhin liegt hier der Tidenhub bei 4 bis 5 Metern.
Meistens
kommen wir aufgrund Flaute nur mit dem Motor voran, was den Vorteil
hat, dass wir ab und zu auch mal ein bisschen Sommer genießen können,
ansonsten hängen hier dicke Wolken am Himmel oder man wabert vollkommen
durch den Nebel und sieht trotz Küstennähe nichts außer geisterhaftes
Weiß. Um so spannender, wenn plötzlich die Brandung und später auch die
mächtigen Felsen vor uns zu sehen sind. Gefährlich ist das nicht, da wir
dank der Technik, die immer gleich scharf und hell alle Ufer und Felsen
anzeigt, genau wissen, wo wir sind. Wir haben auch noch keine der
Fischerbojen mitgenommen, die gern ganz plötzlich neben unserem Boot
auftauchen.
Ein besonderes Highlight waren natürlich die
übermütigen Delfine, die mit großer Freude am Bug schwimmen und ihre
Springkünste zeigen. Das könnte ich öfter haben und würde mich sicher
über die hier herrschenden Temperaturen hinweg trösten. So ein Aufwand,
um ins Warme zu kommen und dann sagt der Wetterbericht auch im September
für Rostock, Templin und München fleißig 25 -30 Grand an. Na ja, das
Guggenheim-Museum in Bilbao war es wert. Es stand auch auf unserer
Daswollenwirsehenliste. Müsst ihr euch unbedingt anschauen!
Neu
und wirklich lustig sind die Winkefische, an denen wir vorbei fahren.
Einmal waren sie sogar zu dritt, treiben da neben uns vorbei und winken
mit ihren Flossen. Hat man so etwas schon gesehen? Also gibt es doch
Fische in diesem Gewässer, denn angebissen hat leider immer noch keiner.
Die winkenden Passanten sind übrigens Mondfische, die sich bei Sonne an
der Wasseroberfläche aufwärmen und bei glatter See sehr gut auch durch
das Wasser zu erkennen sind. Manchmal springen sie auch ein Stück über
die Wasseroberfläche, wie kleine Ufos. Keine Ahnung, warum sie das nun
wieder machen. Vielleicht gelingt mir ja noch ein Foto. Essen werde ich
die lustigen Meeresbewohner jedenfalls nicht mehr.
Liebe Grüße aus dem wechselhaften Nordspanien in das spätsommerliche Deutschland.
Uns geht es gut und wir hoffen euch allen auch:-)

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