Woran erkennt man in Portugal, dass die Segelsaison zu Ende geht, der beste Zeitpunkt zum Fliehen oder Pausieren ist, obwohl es für unsere Verhältnisse ab und an noch sommerlich scheint?
- Zunächst ist es in der Sonne fast zu heiß, mit Wind aber sehr kalt.
- Man liegt zunehmend allein vor Anker, andere Yachten sind verschwunden.
- Trotz vieler Anfragen, sind keine Winter-Liegeplätze mehr (weder am Steg noch an Land) zu bekommen oder diese sind horrend teuer.
- Der Wind wechselt am Tag mehrmals deutlich die Stärke (und wir vom 2. Reff = ca. 30qm bis zur vollen Besegelung = ca. 190qm innerhalb weniger Stunden).
- Die Hauptwindrichtung (aus Nord) hält kaum noch länger als 1-2 Tage in Folge, ist also nicht mehr als solche zu bezeichnen.
- Hurrikans ziehen bis an Portugals Küsten - siehe ein vorheriger Post.
- Es regnet mehr als 1x pro Woche und dazu jeweils mehrere Stunden.
- Beim Segelmacher stapeln sich die Reparaturen.
- Plötzlich sind es nur noch 15°C, Tendenz fallend.
Weder noch!
Mit viel Glück und Aufwand haben wir einen günstigen Winterliegeplatz in einer Marina quasi neben dem Flughafen bekommen.
In ca. 5 Minuten ist man dort. Das Umfeld ist anspruchsvoll und modern (Gelände der EXPO 98).
Also ein frostfreier, nahezu idealer Ort für unsere schwimmende Wohnung und Ausgangspunkt für einige Unternehmungen, welche wir nun vorziehen (siehe nächste Posts), um danach im Frühjahr die sich wieder bessernden Wetterbedingungen zu nutzen und entspannter weiterzusegeln.
Dann haben wir endlich Zeit :-), müssen nicht dem Wetter entfliehen, so dass wir - aus heutiger Sicht - zunächst eine kleine oder mittlere Tour nach "links" machen werden und dann relativ früh nach „rechts“, also nach Madeira und von dort auf die Kanaren segeln können.
Aber vielleicht bleiben wir ja auch dann wieder irgendwo hängen.
Links oder nach Rechts?
In welche Richtung gucken wir überhaupt?
Mal wieder zurück vom Segelmacher.
Ich hab schon wieder Hunger.
Vermutlich ist der für das Wetter verantwortlich.
Hier werden die Regenwolken über die Brückenköpfe schon mal elektrisch aufgeladen, um später ordentliche Gewitter abzugeben.
zum Duschen mit dem Dingi durch das Hafenbecken
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