Dienstag, 23. Oktober 2018

Golden Gate in San Francisco?




Nein, immer noch Lissabon, aber die Brücke ist vom selben Unternehmen, so sagen die Portugieser. Am Samstag kreuzten wir dann bei bestem Segelwetter zum Tejo, beguckten uns die Stadt von der Wasserseite aus und dank Motor schafften wir dann auch unseren Termin, vor 19 Uhr in der Marina "Park der Nationen“ einzuchecken. Für die nächsten 5 Monate wird unser Boot hier liegen und wir haben sogar eine Postadresse:

Catamaran „Croix du Sud“
Marina Parque das Naҫões
Passeio da Neptuno
1990- 193    Lisboa
Portugal

(Nur falls ihr das mal sprechen wollt: Das c von Naҫões ist mit Haken ein hartes s und die Welle über dem o macht daraus on.)

Wer uns also ein kleines Päckchen schicken möchte, beispielweise mit dem Studentenfutter oder der Butterina aus dem Aldi, hat nun die Gelegenheit.

Sonntag war dann Waschtag und das funktioniert unterwegs ganz anders als zu Hause:
Da die Marina nur eine kleine Waschmaschine hat, vor der auch noch ein großer Wäscheberg auf seine Bestimmung wartete, suchen wir uns eine öffentliche Lavanderia. Also im Internet recherchieren, die Fahrräder auspacken und mit dem Dingi an Land bringen, aufbauen und sie mit drei großen Wäschetaschen behängen.
Dann eine kleine Fahrradtour durchs Expogelände, Slalom durch die Touristen und die Lavanderia finden.
Nun die portugiesischen Anweisungen verstehen, auf leere Maschinen warten, diese befüllen, Talerchen reinwerfen und los geht`s. Nach 30 Minuten, die wir für eine weitere Sightseeingtour durch den Stadtteil nutzten, alles in den Trockner, der 17 kg Wäsche fassen kann. Alles was nach 17 Minuten nicht trocken ist, muss noch eine Runde über sich ergehen lassen. Alles fein zusammenlegen und in die drei großen Taschen zurück, Radtour mit Eispause, alles ins Dingi und fertig! Nun ist Abendbrotzeit, ich koche uns zur Belohn(ig)ung leckeres Gemüse.
Man muss gar nicht arbeiten, wenn nur alles kompliziert genug ist, bekommt man seine Tage auch anders rum ;-)

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