Freitag, 5. Mai 2017

Long way back home. Von Bermuda zur den Azoren. Wer fährt?

Ich schrieb über 20 Profiskipper in den USA, Frankreich und Deutschland per mail an, um Angebote zur Überführung des Bootes von hier in die Ostsee zu bekommen.

Ich habe die Insel kennengelernt. Die US-Amerikaner lieben es, hier zu sein. Never want to go back.
Das Eiland ist quasi komplett mit Grundstücken und Bebauung bedeckt. Die freien Flächen sind (7) Golfplätze. Sogar die Buslinien führen durch das Green.

Der Bugspriet ist repariert. Ich konnte neue, jetzt doppelt ausgeführte, Laschen anschweißen lassen.

Ich erholte mich. Kochte mir herzhaftes Essen, aß das eine und andere leckere Eis (ist hier nach Gewicht zu bezahlen).

Weit gefahren und gelaufen bin ich, um die Furlingleine (endlos, zum Rollen des Furlers/ Aufrollen der Vorwindsegel) reparieren zu lassen. Ohne Erfolg.
Erst danach fand ich den Segelmacher hier im Ort, im Haus direkt neben dem Schweißer.
Dort passt (anstatt eines Wachhundes) ein großer Ara/ Papagei auf und immitiert dazu Katzen- und Hundeknurren. Die neue Furlingleine ist nach 3 Tagen fertig. Perfekt.

Nicht so angenehm sind die jetzt eintrudelnden Angebote für die Überführung.
Alle bewegen sich zwischen ca. 10T EUR und 25T Dollar netto. Das heißt, dazu kommen noch alle Neben- und Verbrauchskosten sowie die Mehrwertsteuer.

Da brauche ich nicht nachzudenken. Leisten kann ich mir das nicht.
Aber quasi selbst verdienen.
Ich bin erholt, gut drauf und habe wieder Lust auf das Segeln.

Das nächste Wetterfenster öffnet sich am 05.05.2017, also noch heute.
Ich habe getankt und ausklariert. Nun muss ich innerhalb einer Stunde die Insel verlassen.

Was würde wohl passieren, wenn ich einfach hier bleibe?

 




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