Die Eigner sind sehr nett, gastfreundlich und unkompliziert, 2-tägiges Testsegeln ohne Vorvertrag.
Der Name des Bootes "Croix du Sud", richtige Aussprache "Chrua dü süd(e)", Abkürzung bei den Franzosen "XDS", ist ein Sternbild der Südhemisphäre.
Das Boot ist nahezu perfekt für uns (Größe, Austattung, Sicherheit), lediglich etwas langsamer als erwartet. Sämtliche Tanks des Bootes sind voll - 400 l Wasser + Flaschen, 300 Liter Diesel, Waschmaschine, schwerer aber sehr leistungsfähiger Wassermacher (95 l pro h).
Es ist alles an Bord, was man mal benötigen könnte, fast zuviel. Sogar eine Heizung für den Eignerrumpf und Salon - also für uns/ zumindest die Ostsee ideal!
Die Segel sind von sehr guter Qualität, Elektrowinsch zum Setzen des Großsegels.
Separater Duschbereich mit heißer Dusche!!! Nur hier mit zu vielen Ablageflächen.
Die Cockpitpolster sind noch in gutem Zustand, die im Salon sind ok, etwas schlaff.
Das Dingi ist ohne Sonnenschutzabdeckung, aber komplett in Ordnung und sehr schwer.
Lifelines sind dauerhaft gespannt, Lifebelts mit Rettungswesten an Bord.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich an einigen unbedeutenden Stellen doch, dass das Boot ca. 10 Jahre alt ist (Spiegel, Schranktürgriffe, Chromteile).
Komplett neues Antifouling, incl. Grundierung und kleine Gelcoatreparaturen auch an den Schwertern werden nötig. Am Bug zeigt sich ein reparierter Crashschaden, ca. 200qcm groß.
Es sind nur wenige Kleinstreparaturen offen.
Insgesamt ist das Boot sehr komplex - die heutzutage notwendige Technik.
Ist das handhabbar? Der vorletzte und gleichzeitig auch erste Eigner war bei Übernahme 65 Jahre alt.
Croix du Sud, im Vergleich zur Outremer 40 in Saint-Martin,:
- ist wesentlich seegängiger und sicherer - mehr Freibord, viel mehr Auftrieb.
- Die Betten haben (eine Ausnahme bei klassischen Outremers) eine relativ niedrige Einstiegshöhe und angenehm hohen Kopfraum.
- Viel mehr Stauraum, sogar mehr als eine Outremer 45 classic.
- Der Salon und das Cockpit wirken größer, luftiger, fast wie bei einer Outremer 50!
- Stehhöhe überall.
- Der Küchenbereich ist größer und akzeptabel.
- Alle Decksluken haben (schon) Verdunklungs- und Fliegenschutzrollos.
Offenbar bestätigt sich, dass stets nur 2 der 3 Anforderungen "preisgünstig/ schnell/ komfortabel" gänzlich gleichzeitig erfüllt werden können. Hier sehe ich ein sehr gutes Ergebnis.
Es ergeben sich soviele Eindrücke und Gedanken, dass mir einige wieder entfallen sind, bevor ich sie aufschreiben kann...
Pierre ruft an.
Er fragt mich nach meinem Eindruck, spricht von nächsten Besichtigungen.
Ich antworte, dass diese nicht notwendig wären, das Boot ist insgesamt ok, so dass er den Vorvertrag, mit einem kleinen Preisnachlass, vorbereiten kann.
Er fragt dann noch, ob ich denn nicht erst die Bestätigung von Ricarda abwarten muss.
So sind die Franzosen :-).
Ich sage "nein, wenn wir ein Boot kaufen, ist dieses das geeignetste". Stimmt´s?
Zur Kaufabwicklung/Zeitplanung habe ich mir notiert und mit Pierre sowie den Eignern abgestimmt (und schneller wird es keinesfalls gehen):
- lifting + survey on April 3rd
- survey result up to April 6th (max 72 hours Alain told me)
- "Bill of Sales“ (if all is ok etc.) = proof of ownership lt. Klaus Tietze
- survey sending to my financier April 7th, transfer the money
- proof the paid EU-VAT
- insurence
- deletion of registry 3 or 4 days? - may be up to April 13th = earliest flight to Martinique
- registration in Germany (important for my financier) 3-4 days - may be up to April 18th
- latest flight to martinique may be on April 19th/20th
- handover of the boat + checking + briefing + little celebration:-) on April 21th/22th.
Wie konnte ich bisher nur davon ausgehen, mit der, jetzt noch immer in Saint-Martin liegenden, Outremer 40 gleich nach Hause segeln zu können?
Naivität beim ersten Bootskauf.







Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen