Montag, 23. Juli 2018

Es Reicht. Unser Schiff soll(te) schöner werden ...

... und das ist daraus geworden.


Immer, wenn man dachte,
nun ist die schwierigste Aufgabe geschafft, die anstrengendste Arbeit vorbei, Folgearbeiten wären jetzt zum letzten Mal verschoben worden, wurden wir eines Besseren belehrt, wurde ich an die Realität erinnert.

Erst war es das
- Verkleben der gewölbte Bugsektionen (Unterwasserbereiche), weil so sehr zeitaufwendig in der Vorbereitung, dann
- das strakende Anspachteln der Verlängerungen an die bestehenden Rumpfformen, was viel mehr Spachtel und Zeit erforderte als angenommen, dann
- die seitlichen, äußeren Verlängerungen an den Hecks (Plattformbrüstungen), welche, wegen der Ableitung der zu erwartenden Belastungen und der anspruchsvollen äußeren Form, aber auch der Unsymmetrie beider Rümpfe, besonders viel Know How sowie Zeit erforderten,
und (tatsächlich?) schlussendlich
- das Spachteln der neuen Flächen bis zur lackierfertigen Glätte. Was hat das gedaaaauert!

Und bestimmt gab es da noch einige andere Hürden, welche ich aber wohl schon verdrängt oder abgeschrieben habe.
Tütlichkeit (Dieses Wort kennt Google übrigens nicht. Ist G auch tütlich?) hat auch etwas Gutes.
Ergänzte Anmerkung: Google kennt diese, meine Worte nicht, weil andere sie so schreiben: "Tüddeligkeit bzw. tüddelig".

Zwischendurch ging ich davon aus, auch die Lackierung bzw. das neue Topcoat für die Flächen aufbringen zu müssen. Das erschien mir jedoch von Anfang an sehr schwierig und in der zu erwartenden Qualität zumindest fraglich.
Daher die erleichternde Entscheidung für die bereits beschriebene und im Ergebnis hier sichtbare Folierung.

Doch auch dann kam es noch dicker.
Der Unterwasseranstrich. Circa 48qm Fläche. Wirklich?
Ja, das glaubt man kaum, aber die Schwerter, Ruder und Skegs, auch die Saildrives, dürfen nicht vergessen werden und sind stets willkommene Annektierungsländereien unserer kleinen Meeresmitbewohner.
Das waren etwa 15 Liter Grundierung in 2-3 Lagen (auch zur Osmosevorbeugung) und gut ebenso viele Mengen Antifouling. Dass das ja auch eine Menge Gewicht ist, wird mir erst jetzt so richtig klar. Da müssen wohl noch einige Bücher aussortiert werden ;-).
Trotz Ricardas fleißiger Hilfe haben wir insgesamt, mit dem auch wieder aufwendigen Abkleben, ganze 5 Tage, in Vollschutz, also mit beschlagenen (und daher - oh, oh! -  t.w. abgenommenen) Brillen, in weißen Einwegoveralls (Warum reißen die eigentlich immer so schnell im Schritt?) und Gummihandschuhen bei bis zu 30°C, daran gearbeitet.

Dieses Jahr ist der Sommer wenigstens schön warm. Viel schöner als 2017!

Jedenfalls ist der Antifoulinganstrich so dunkel, dass er jedes Licht zu schlucken scheint.
Temporäre, selbst induzierte, schwarzen Löcher samt entsprechend spontaner Orts- und Realitätsveränderungen sind für die kommenden Jahre also nicht mehr auszuschließen.

... Rettet die Wale! Findet Nemo!




 

4 Kommentare:

  1. Die CdS sieht einfach super aus!!
    Die Vorfreude steigt immer mehr.

    Und ich hätte jetzt gedacht, dass es tüddelig geschrieben wird :)

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    1. Ja. Es heißt tatsächlich tüddelig/ch!
      Danke für den Hinweis, welchen ich sogleich verarbeitet habe.
      Ich bin aber auch tütlich ;-)

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  2. Vielen Dank für den schönen Abend gestern und gute Reise!
    Die Klookis.

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